Gesundheitswesen in Myanmar

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Zum Hintergrund des Landes

Myanmars Geschichte ist von kolonialer Herrschaft und Okkupationen, im wesentlichen durch Großbritannien, geprägt. Seit 1948 ist Myanmar ein unabhängiger Staat, seitdem besteht auch Frauenwahlrecht. Eine Militärdiktatur bestand von 1962 bis zu den ersten freien Wahlen am 7. November 2010.

Myanmar ist ein Vielvölkerstaat mit rund 53 Millionen Einwohnern, die 135 verschiedenen Ethnien angehören. Die größte Ethnie ist mit 70 % Bevölkerungsanteil die der Birmanen (Bamar). Die Shan sind die zweitgrößte Volksgruppe (8,5 %) und leben hauptsächlich im Shan-Staat des Landes, in Gebieten ab etwa 1000 Metern Höhe. Hauptsächlich im Rakhaing-Staat leben Arakanesen sowie muslimische Rohhingya, denen jedoch der Status als Volksgruppe und damit die Staatsangehörigkeit verwehrt wird. Sie gelten laut den Vereinten Nationen als „am stärksten verfolgte Minderheit der Welt“.

Zum Gesundheitswesen

Die Gesundheitsversorgung ist regional unterschiedlich gut – im internationalen Vergleich rangiert sie jedoch im niedrigsten Niveau. Myanmar ist seit einigen Jahren eines der Länder mit besonders hoher AIDS-Zuwachsrate. Ursachen sind vor allem Prostitution und die verbreitete, traditionelle Drogenabhängigkeit. Bei der Ernährung der Bevölkerung konnten starke Fortschritte gemacht werden. Während im Jahr 2000 noch 48,1 % der Bevölkerung unterernährt waren, waren es 2015 noch 16,9 %.

Anmerkung: Die oben zitierten Informationen sind z.T. gekürzte Auszüge aus einem Wikipedia-Eintrag zu Myanmar https://de.wikipedia.org/wiki/Myanmar,  Zugriff am 24.11.20

 

Einige Daten zur Gesundheitsversorgung in Myanmar (Quellenangabe siehe unten)

Lebenserwartung in Myanmar:

64/68 (m/f) Jahre (2016)

Vergleich mit Deutschland 78/83 (m/f)

Gesundheitsausgaben in Myanmar:

2,28%   prozentual zum Bruttoinlandsprodukt (2014)

Vergleich mit Deutschland: 11,3%

Ärztedichte in Myanmar:

0,86 Ärzte / 1.000 Einwohner (2017)

Vergleich mit Deutschland: 4,21 Ärzte / 1000 Einwohner (2016)

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass weniger als 2,3 Gesundheitspersonal (nur Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen) pro 1.000 Patienten nicht ausreichen, um den Bedarf an medizinischer Grundversorgung zu decken.

Kindersterblichkeit:

34,4 Todesfälle  /1000 Einwohner (2018)

Vergleich mit Deutschland: 3,4 Todesfälle / 1000 Einwohner (2018)

Anmerkung: Diese Rate gilt oft als Indikator für das Niveau gesundheitlicher Versorgung eines Landes.

Krankenhausbetten pro Einwohner:

0,9 Betten / 1000 Einwohner (2012)

Vergleich Deutschland: 8,3 Betten / 1000 Einwohner (2013)

 

Quellen für die Daten (Zugriff am 24.11.20)

https://www.indexmundi.com

CIA World Factbook – Version Dezember 31, 2019

Für weitere Informationen zur gesundheitlichen Versorgung in Myanmar siehe auch

https://www.who.int/countries/mmr/

https://www.laenderdaten.de/gesundheit/medizinische_versorgung.aspx

„Ich möchte vor allem diejenigen stärker unterstützen, die aufgrund ihrer Infektionskankheiten wie HIV, Tuberkulose und multiresistenter Tuberkulose (MDRTB) zu wenig Hilfe erhalten.“

Dr. Poe Poe

Stipendiatin 2015/16

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